Dieser Beitrag erklärt, wie sich 14CH und 20CH auf den DMX-Adressraum und die Feinheit der Steuerung auswirken. So stimmen Sie die Einstellungen der Scheinwerfer auf Ihr Lichtpult ab und erhalten zuverlässige Cues.
14CH und 20CH sind zwei Kanalbelegungen für dieselbe Art von Scheinwerfer: 14CH hält das Patchen schlank, 20CH bietet mehr Steuerungsmöglichkeiten, sofern das Gerät sie hat. Wenn der an jedem Scheinwerfer eingestellte Modus zum Patch am Controller passt, macht jeder Fader genau das, was Sie erwarten. Die folgenden Abschnitte erklären, wann welcher Modus sinnvoll ist.
Kanalmodi einfach erklärt
Bei der Lichtsteuerung laufen DMX-Steuerdaten zwischen Scheinwerfern und Controllern hin und her, und der Kanalmodus legt fest, auf wie viele Steuerkanäle ein Gerät hört. Mehr Kanäle bedeuten mehr Stellen, an denen Sie die Funktionen des Geräts steuern können. Deshalb prägt die Wahl des Modus, wie sich Ihre Show anfühlt.
Eine wichtige Angabe ist der DMX-Footprint, also die Zahl der Steuerkanäle, die ein Gerät belegt. Software zeigt ihn meist an, sobald Sie einen Modus auswählen. Beginnt ein Gerät bei Adresse 101, belegt 14CH die Adressen 101-114 und 20CH die Adressen 101-120. Ein falscher Modus verschiebt deshalb jede nachfolgende Funktion.
Schnellvergleich
| Modus | Footprint | Auswirkung auf den Patch | Steuerungszugriff |
|---|---|---|---|
14CH |
14 Steuerkanäle |
Kleinerer Adressbereich und schnelleres Patchen, wenn der Platz knapp ist |
Weniger Kanäle, daher sind manche Funktionen zusammengefasst |
20CH |
20 Steuerkanäle |
Größerer Adressbereich, der mehr Platz im Patch braucht |
Mehr Kanäle, wenn das Gerät zusätzliche Parameter bereitstellt |

Wann 14CH die richtige Wahl ist
14CH ist der schnelle Weg, wenn das Rig klein ist oder der Controller wenig Adressraum hat. Weil der Footprint kleiner ist, bleibt der Patch übersichtlich und Sie kommen schneller zu Ihren Looks. Der Nachteil: zusammengefasste Funktionen machen die Feinabstimmung weniger präzise, was für schnelle Party-Looks aber völlig ausreicht.
Stellen Sie sich sechs Geräte in einem einzigen Adressblock vor: Mit 14CH belegen sie 84 Adressen, mit 20CH dagegen 120. 14CH macht also 36 Kanäle frei, etwa für einen zusätzlichen Effekt oder als Reserve. Dieser Spielraum zählt bei schnellen Aufbauten, bei denen der Raum leuchten und die Party laufen soll, ohne dass Sie mit dem Patch kämpfen.

Wann sich 20CH lohnt
Bei einem typischen LED Moving Head bringen die zusätzlichen Kanäle im größeren Modus meist 16-Bit-Fein-Pan und -Tilt für weichere langsame Bewegungen, einen eigenen Strobe-Kanal, eine Pan/Tilt-Geschwindigkeit und manchmal die Einzelsteuerung der LED-Zonen. Im kleineren Modus fallen diese Funktionen weg oder werden zusammengelegt. Prüfen Sie immer die DMX-Tabelle in der Bedienungsanleitung Ihres genauen Modells.
Betreiben Sie acht Geräte mit 20CH, reservieren Sie 160 Adressen. Das ist eine echte Planungsgröße, wenn noch andere Geräte in derselben Showdatei laufen. Der zusätzliche Platz lohnt sich, wenn die Show präzise Fades, exakt abgestimmte Farben und wiederholbare Looks über mehrere Zonen braucht.

Modus wählen und ohne Chaos patchen
In der Praxis passen Modi häufig nicht zusammen, wenn Geräteprofile nicht mit aktualisierten Kanalbelegungen Schritt halten. Prüfen Sie den Modus deshalb früh und halten Sie den Patch korrekt. Ist das Pult auf 14CH gepatcht, der Scheinwerfer aber auf 20CH eingestellt, verschiebt sich jede Funktion, und das Einrichten wird zum Ratespiel.
Beim Aufbau vor Ort ist der schnellste Plausibilitätscheck: Kanalzahl am Display des Scheinwerfers ablesen, dieselbe Zahl im Pult oder Visualizer bestätigen und diesen Modus dann für alle baugleichen Geräte festlegen, damit sich die Datei jedes Mal gleich verhält. Diese eine Minute erspart Ihnen die Suche nach rätselhaften Bewegungen, wenn das Publikum schon im Saal ist.
Ob per Funk oder Kabel: DMX-Steuerdaten werden auf dieselbe Weise übertragen. Eine drahtlose Übertragung ändert also weder die Kanalzahl noch die Wahl des Modus. Ihre Entscheidung zwischen 14CH und 20CH hängt damit nur von Steuerung und Patch-Platz ab, nicht davon, wie das Signal ankommt.
Nutzen Sie den kleineren Modus, wenn Adressraum oder Fader am Controller knapp sind, und den größeren Modus, wenn Sie weiche langsame Bewegungen oder eine separate Strobe-Steuerung brauchen. Egal wofür Sie sich entscheiden: Stellen Sie alle baugleichen Geräte auf denselben Modus und patchen Sie den Controller passend dazu.
