Pro-Bühnenbeleuchtung & DMX-Wissensdatenbank

Die Sprache des Lichts: 20 Begriffe aus der Bühnenbeleuchtung, die Sie KENNEN MÜSSEN.

Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einem Konzert und hören jemanden sagen: „Wir riggen die Fixtures an der Traverse, setzen ein paar Gobos für Struktur ein und programmieren Cues für weiche Fades zwischen dem Wash bei der Trauung und den Spotlights bei der Hochzeitsfeier.“ Und vielleicht haben Sie keine Ahnung, was das eigentlich bedeutet. Keine Sorge! Wir helfen Ihnen, ein bisschen mehr zu verstehen.

Sie planen eine Party, eine Hochzeit oder eine Firmenveranstaltung? Diese grundlegenden Lichtbegriffe helfen Ihnen, mit Lichttechnikern zu sprechen und für Ihren großen Tag genau das zu bekommen, was Sie wollen. Und wir wissen: Wenn Sie diese Begriffe nicht kennen, kann sich ein Gespräch mit Lichtprofis einschüchternd anfühlen. Lernen wir also in diesem Leitfaden gemeinsam 20 wichtige Begriffe aus der Lichttechnik!

Grundbegriffe und Equipment

Das sind die Grundbegriffe, die Sie kennen müssen, um jedes Licht-Setup zu verstehen und darüber zu sprechen. Wenn Sie ganz neu in der Lichttechnik sind, erklärt unser Einsteigerleitfaden zur Bühnenbeleuchtung die vier großen Grundideen, auf denen diese Begriffe aufbauen.

Fixture (Scheinwerfer): Eine komplette Leuchteinheit mit allem, was dazugehört: Leuchtmittel, Gehäuse und Linse. Denken Sie an eine Lampe bei Ihnen zu Hause. Moderne LED-Scheinwerfer sind heute beliebt, weil sie weniger Strom verbrauchen, länger halten und kühler laufen als alte Halogenlampen – auch wenn sie trotzdem Belüftung brauchen.

Beispiel: „Wir brauchen 10 Fixtures für die Tanzfläche.“ Das bedeutet, man möchte 10 komplette Scheinwerfer, damit die Tanzfläche hell genug ist.

Dimmer: Ein Gerät, das steuert, wie hell ein Licht wird. Es ist wie die Helligkeitsregelung Ihres Handybildschirms. Gute Dimmer sorgen für weiche Übergänge. Schlechte lassen das Licht flackern oder springen.

Beispiel: „Stell den Dimmer beim Dinner auf 50%.“ Das bedeutet, die Lichter sollen halb so hell sein wie maximal möglich. So entsteht beim Essen eine gemütliche Stimmung.

Console (Lichtpult): Das zentrale Steuerpult, das alle Lichter fährt. Eine Person sitzt hier und steuert während Ihrer Veranstaltung jedes einzelne Licht. Neuere Pulte haben Touchscreens und können Hunderte von Scheinwerfern über DMX-Kabel, Ethernet (Art-Net/sACN) oder Funk-DMX steuern.

Beispiel: „Der Lichtoperator fährt die Show vom Pult aus.“ Das bedeutet, eine Person sitzt am Steuerpult und verändert während Ihrer Veranstaltung alle Lichter zum richtigen Zeitpunkt.

Gel (Farbfilter): Ein farbiger, durchsichtiger Filter, der vor ein Licht gesetzt wird, um dessen Farbe zu ändern. Legen Sie einen roten Filter vor ein weißes Licht, erhalten Sie rotes Licht. Moderne Farbfilter sind hitzebeständig, verblassen oder brennen vor heißen Halogenlampen aber trotzdem durch – tauschen Sie sie also aus, wenn die Farbe ausbleicht. LED-Scheinwerfer mischen die Farbe elektronisch und brauchen keine Farbfilter.

Beispiel: „Leg einen blauen Filter auf die Hintergrundlichter.“ Das bedeutet, man schiebt blau gefärbte Folien vor die Lichter hinter der Bühne, damit alles blau aussieht.

Gobo: Ein Metall- oder Glasplättchen mit ausgeschnittenen Formen, das in einen Scheinwerfer eingesetzt wird, um Muster zu projizieren. Stellen Sie es sich wie eine Schablone für Licht vor. Sie können Sterne an Ihre Decke oder Ihr Firmenlogo an die Wand projizieren. Sie können auch individuelle Gobos mit eigenen Motiven bestellen.

Beispiel: „Wir nehmen Stern-Gobos für die Hochzeitsfeier.“ Das bedeutet, man setzt sternförmige Ausschnitte in die Scheinwerfer, damit Sternmuster an Wänden und Decke erscheinen.

Die Eigenschaften von Licht

Diese Begriffe beschreiben, wie Licht aussieht und sich verhält. Lichtprofis verändern diese Eigenschaften, um unterschiedliche Looks zu erzeugen.

Intensity (Intensität): Wie hell das Licht ist. Es ist, als würden Sie Ihr Schlafzimmerlicht von gedimmt auf hell drehen. Zu wenig lässt Ihre Veranstaltung langweilig wirken. Zu viel kann den Menschen in den Augen wehtun.

Beispiel: „Zieh die Intensität für die Trauung auf 80%.“ Das bedeutet, die Lichter sollen sehr hell sein (80% der vollen Leistung), damit alle die Trauung gut sehen können.

Color (Farbe): Welche Farbe das Licht zeigt. RGB-Scheinwerfer können durch Mischen von Rot, Grün und Blau die meisten Farben erzeugen. RGBW-Scheinwerfer ergänzen Weiß für bessere Fotos. RGBA-Scheinwerfer ergänzen Amber für wärmere Töne.

Beispiel: „Wechsel die Farbe für die Tanzparty auf Lila.“ Das bedeutet, man mischt rotes und blaues Licht zu einem lila Licht, das zum Partymotto passt.

Distribution (Lichtverteilung): Wie sich das Licht vom Scheinwerfer aus verteilt. Manche Scheinwerfer erzeugen einen hellen Fleck. Andere verteilen das Licht gleichmäßig überall.

Beispiel: „Wir brauchen eine gleichmäßige Lichtverteilung im Essbereich.“ Das bedeutet, das Licht soll sich gleichmäßig über alle Tische verteilen, damit niemand im Dunkeln sitzt.

Direction (Lichtrichtung): Der Winkel, aus dem das Licht auf das Motiv trifft – er beeinflusst Schatten und Tiefe. Frontlicht lässt Menschen flach wirken, Seitenlicht erzeugt dramatische Schatten, und Gegenlicht erzeugt Silhouetten.

Beispiel: „Ändere die Richtung für die dramatische Szene auf Seitenlicht.“ Das bedeutet, man versetzt die Scheinwerfer so, dass sie von der Seite statt von vorn leuchten. Das erzeugt starke Schatten und lässt den Moment dramatischer wirken.

Beam Angle (Abstrahlwinkel): Wie breit der Lichtkreis ist. Schmale Strahlen (10-25 Grad) wirken wie Spotlights für eine einzelne Person. Breite Strahlen (45-60 Grad) leuchten ganze Bereiche aus.

Beispiel: „Nimm für den Redner einen Abstrahlwinkel von 15 Grad.“ Das bedeutet, man möchte einen schmalen Lichtkreis, der nur die sprechende Person trifft, nicht die ganze Bühne.

Begriffe aus Gestaltung und Bedienung

Diese Begriffe beschreiben bestimmte Lichttricks und Befehle, die während einer Show ausgeführt werden.

Wash (Flächenlicht): Allgemeines, gleichmäßiges Licht, das die ganze Bühne oder einen bestimmten Bereich abdeckt. Es ist wie die Deckenbeleuchtung in einem Geschäft: Sie sehen alles deutlich. Jede Veranstaltung braucht das, damit es keine dunklen Stellen gibt.

Beispiel: „Leg ein warmes Wash über den gesamten Bereich der Feier.“ Das bedeutet, man legt sanftes, gleichmäßiges Licht über die ganze Partyfläche, damit sich die Gäste sehen und sicher bewegen können.

Spotlight: Ein stark gebündeltes Licht, das eine bestimmte Person oder einen Gegenstand hervorhebt. Wie im Film, wenn jemand allein auf der Bühne singt. Verfolgerscheinwerfer können bewegt werden, um einer Person zu folgen, während sie umhergeht.

Beispiel: „Nimm die Braut beim Einzug mit dem Spotlight.“ Das bedeutet, man richtet ein helles, gebündeltes Licht auf die Braut, damit alle sie ansehen, während sie zum Altar schreitet.

Cue: Ein vorab geplanter Befehl, der dem Lichtsystem sagt, etwas Bestimmtes zu tun, zum Beispiel Lichter zu wechseln oder auszublenden. Cues werden im Voraus programmiert, damit nichts vergessen wird.

Beispiel: „Cue 15 ist der Blackout am Ende der Rede.“ Das bedeutet, beim 15. geplanten Moment der Show gehen alle Lichter genau dann aus, wenn die Rede endet.

Blackout: Wenn alle Lichter auf einmal ausgehen. Das erzeugt Dramatik, wie am Ende eines Theaterstücks.

Beispiel: „Vor der Überraschungsankündigung machen wir einen Blackout.“ Das bedeutet, man schaltet plötzlich alle Lichter aus, um die Spannung zu steigern, bevor die große Neuigkeit verkündet wird.

Fade (Überblendung): Wenn Lichter ihre Helligkeit langsam ändern. Ein Fade-in macht die Lichter langsam heller. Ein Fade-out macht sie langsam dunkler. Es ist wie ein Sonnenuntergang, der nach und nach dunkler wird, nicht auf einen Schlag.

Beispiel: „Mach nach dem Toast einen Fade-out über 10 Sekunden.“ Das bedeutet, nach dem Hochzeitstoast werden alle Lichter über 10 Sekunden langsam heruntergedimmt, statt plötzlich auszugehen.

Begriffe aus Rigging und Lichtplanung

Bei diesen Begriffen geht es darum, die Scheinwerfer auf der Bühne zu platzieren und das gesamte Setup zu planen.

Rigging (Aufhängung): Wie Sie Scheinwerfer am Bühnengerüst oder an Metallträgern aufhängen und sichern. Das übernehmen Profis, weil es bei falscher Ausführung gefährlich werden kann.

Beispiel: „Die Rigging-Crew kommt um 8 Uhr morgens, um alle Fixtures aufzuhängen.“ Das bedeutet, das Profiteam, das die Scheinwerfer sicher an der Decke anbringt, kommt früh am Morgen, um alles aufzubauen.

Plot (Lichtplan): Der Lichtplan, der zeigt, wo jeder Scheinwerfer hängt, was er tut und wie er eingerichtet ist. Das verhindert Verwirrung beim Aufbau.

Beispiel: „Laut Lichtplan soll Fixture 8 rot sein.“ Das bedeutet, der schriftliche Plan zeigt, dass Scheinwerfer Nummer 8 rotes Licht abgeben soll, sodass der Techniker genau weiß, was zu tun ist.

House Lights (Saallicht): Die normale Raumbeleuchtung, mit der das Publikum seine Plätze sieht und sich sicher bewegen kann. Sie bleibt vor Beginn Ihrer Veranstaltung und in den Pausen an.

Trim (Hängehöhe): Die Höhe einer Lichtstange (eines Rohrs zum Aufhängen von Scheinwerfern) über dem Bühnenboden. Unterschiedliche Hängehöhen ermöglichen Lichtebenen auf verschiedenen Niveaus.

Beispiel: „Setz die vordere Traverse auf 18 Fuß und die hintere Traverse auf 22 Fuß.“ Das bedeutet, eine Reihe Scheinwerfer soll 18 Fuß über der Bühne hängen und eine weitere Reihe 22 Fuß hoch.

Focus (Einleuchten): Wenn Sie jeden Scheinwerfer von Hand so ausrichten, dass er auf einen bestimmten Bereich der Bühne leuchtet. Es ist, als würden Sie eine Taschenlampe auf etwas Bestimmtes richten. Das kostet Zeit, macht aber einen enormen Unterschied für das Gesamtbild.

Warum Ihnen das hilft

Jetzt können Sie mit Lichttechnikern sprechen, ohne sich verloren zu fühlen! Wenn sie sagen: „Wir nehmen warmes Wash-Licht fürs Dinner und ergänzen kühle Spotlights für die Reden“, wissen Sie, was gemeint ist.

Verstehen Sie es jetzt?

Testen Sie Ihr neues Lichtwissen mit diesem kurzen Quiz:

Ein Lichtdesigner sagt Ihnen: „Wir starten mit dem Saallicht auf voller Intensität und faden dann auf ein warmes Wash bei 60%. Während Ihrer Rede nehmen wir Sie mit einem Spotlight mit schmalem Abstrahlwinkel von Fixture 12 und enden mit einem Blackout-Cue.“

Verstehen Sie, was gemeint ist? Das bedeutet es:

  • Saallicht auf voller Intensität = Normale Raumbeleuchtung bei 100% Helligkeit, damit die Gäste ihre Plätze finden
  • Fade auf ein warmes Wash bei 60% = Langsam auf gemütliches, goldenes Licht herunterdimmen, das den ganzen Bereich mit mittlerer Helligkeit abdeckt
  • Spotlight mit schmalem Abstrahlwinkel von Fixture 12 = Ein gebündelter Lichtkreis aus einem bestimmten Scheinwerfer, der nur auf Sie leuchtet
  • Blackout-Cue = Alle Lichter gehen für einen dramatischen Effekt auf einmal aus

Sehr gut! Jetzt sprechen Sie die Sprache des Lichts!

Gutes Licht lässt Ihre Veranstaltung großartig aussehen. Die richtigen Scheinwerfer können einen schlichten Raum festlich, romantisch oder aufregend wirken lassen. Wenn Sie diese Grundbegriffe verstehen, können Sie Licht wählen, das genau die gewünschte Stimmung erzeugt.

Machen Sie Ihre Veranstaltung besonders

Jetzt kennen Sie die grundlegenden Lichtbegriffe! Verwenden Sie sie im Gespräch mit Lichttechnikern. Sagen Sie ihnen, dass Sie „warmes farbiges Wash-Licht fürs Dinner“ oder „ein Spotlight mit schmalem Abstrahlwinkel auf den Redner“ möchten. Diese einfachen Begriffe helfen Ihnen, besseres Licht zu bekommen und Ihre Veranstaltung für alle unvergesslicher zu machen.

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